Navigationsgürtel

für sehbehinderte Menschen

Der Gürtel soll sehbehinderten Menschen bei der Navigation im Alltag helfen, ohne dabei auf andere Menschen oder langes Training angewiesen zu sein. Er steuert den Nutzer über vier Vibrationsmotoren.

Projektpartner Felix Waigner

Meine Aufgaben Nutzer-Tests, Prototyping

Aufbau

Das Herzstück des Gürtels bildet ein Arduino Nano. An den Arduino sind vier Vibrationsmotoren angeschlossen, welche im Prototyp über einen Bluetooth-Empfänger angesteuert werden können.

Die Motoren lassen sich über eine Klettverschlussschiene frei anordnen, sodass die Gürtelgröße keinen Einfluss auf die Nutzung hat. Deshalb setzten wir auch beim Verschluss auf Klettverschluss. So kann der Gürtel ideal auf den Nutzer angepasst werden.

Analyse

Wir beschäftigten uns zu Beginn mit bereits existierenden bzw. sich in der Entwicklung befindenden Lösungen und der grundlegenden Problematik.
Es gibt bspw. bereits Modelle, die über Wlan mit dem Nutzer kommunizieren. Dabei senden Gebäude in der Umgebung Signale aus, welche an den Nutzer mittels Headset weitergegeben werden.

Das Problem: Diese Modelle setzen auf eine flächendeckende Vernetzung von Gebäuden und anderer Infrastruktur, die vor allem auf dem Land nicht gegeben ist.

Uns fiel auf, dass sehbehinderte Menschen im Alltag allgemein sehr auf ihr Gehörfür die räumliche Orientierung angewiesen sind. Allerdings wird dieses schon von vielen Dingen wie Verkehr und Menschen beansprucht. Uns wurde schnell klar, dass unser System möglichst vollständig ohne das Gehör auskommen muss, um nicht noch einen zusätzlichen Input zu erzeugen.

Anforderungen

Flexibilität

Das Navigationssystem sollte sich dem aktuellen Benutzer anpassen können.

Eindeutige Interaktionen

Der User sollte möglichst wenig externen Input erhalten, um Störungen zu vermeiden.

Umgebungsunabhängig

Die Nutzung sollte von möglichst wenigen äußeren Vorraussetzungen abhängen.

Prototyping

Sechs Motoren

Anfangs sollten sechs Motoren verbaut werden, um den Träger auch in eine schräge Richtung präzise steuern zu können. Hierbei stellte sich allerdings heraus, dass die schrägen Motoren beim Tragen nicht von den seitlichen unterschieden werden konnten.

Vier Motoren

Wir entschieden uns also nur vier Motoren zu verwenden. Dabei ist anzumerken, dass diese nun primär einzelne Richtungsvorgaben machen sollten. Die sehbehinderte Person sollte immer noch einen Stock dabei haben, mit dem bspw. Hindernisse im Weg erkannt werden können. Zusätzlich bietet der Stock auch ein Erkennungsmerkmal für Passanten.

Muster

Nun ging es darum herauszufinden, wie wir am eindeutigsten Richtungsänderungen vermitteln konnten. Dazu führten wir diverse Tests durch, anhand derer wir die Reaktion von Personen die nicht mit dem System vertraut sind testen konnten. Wir stellten fest dass eine dauerhafte Vibration eher als unangenehm empfunden wurde und Änderungen hier nicht gut wahrgenommen werden konnten.

Wir probierten die Vibration in vier unterschiedliche Längen zu teilen, je nachdem wie viel Strecke zurückgelegt wurde. Dadurch sollte es möglich sein die Anzahl der Signale zu zählen und somit zu wissen dass nach dem vierten Mal eine neue Richtung angegeben wird. Problematisch zeigte sich hier jedoch das Differenzieren der verschiedenen Längen und das Zählen der Vibrationen.

Finales Muster

Die finale Abfolge war verhältnismäßig simpel aber präzise und erwies sich in unseren Tests als zuverlässig: Dem Nutzer wird über eine einmalige Vibration vermittelt in welche Richtung er sich drehen soll. Ist dies geschehen, so wird über ein einmaliges vibrieren in gerade Richtung signalisiert dass die Richtung stimmt. Bis zur nächsten Änderung gibt es keine Signale mehr, was Irritationen vorbeugen soll. Läuft der Nutzer falsch wird dem nach dem gewöhnlichen Prinzip entgegengesteuert.

Musikverkäufe 2009-2018

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